Einreise nach Kap Verde wird für Reisende aus 91 Ländern durch neues Gesetz erschwert

Die Einreise nach Kap Verde wird für einen Teil der Reisenden künftig komplizierter. Das Land verlangt nun von Bürgerinnen und Bürgern aus 91 Staaten ein vorab beantragtes Visum. Betroffen sind 31 asiatische, 28 afrikanische und 21 amerikanische Länder (elf aus Mittel- und zehn aus Südamerika).

Zu den Ländern, die von dem neuen Gesetz betroffen sind – das am 1. Januar in Kraft getreten ist – zählen unter anderem Indonesien, Ägypten, Algerien, Äthiopien, Kolumbien, Chile sowie Belarus als einziges europäisches Land.

Staatsangehörige dieser Länder müssen ihr Visum künftig persönlich bei einer Botschaft oder einem Konsulat beantragen. Ziel ist es, „die Sicherheit durch direkte Interviews zu erhöhen und eine automatische Online-Ausstellung zu verhindern“. Die Entscheidung basiert auf einer Risikoanalyse und wurde im Amtsblatt der kapverdischen Regierung veröffentlicht, wie die Nachrichtenagentur Lusa – zitiert vom „Observador“ – berichtet.

Gibt es im Herkunftsland keine diplomatische Vertretung, müssen Antragsteller auf Botschaften in anderen Ländern ausweichen und auf die Genehmigung durch die kapverdische Ausländer- und Grenzbehörde (DEF) warten.

Vor Inkrafttreten des Gesetzes konnten Bürgerinnen und Bürger dieser Staaten ihr Visum noch bei der Ankunft in Kap Verde erhalten. Nach einer Neubewertung der Risiken will das afrikanische Land nun jedoch die Grenzsicherheit verstärken, um irreguläre Migration zu verhindern, Menschenhandel zu bekämpfen und die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten.

 

Quelle: Ir a Cabo Verde tornou-se mais difícil para viajantes de 91 países com uma nova lei — NiT