Mehr als 130 Kommunalpolitikerinnen diskutieren in Praia über weibliche Führung und lokale Macht
Mehr als 130 kommunal gewählte Frauen aus Kap Verde, Mosambik und Galicien nehmen in Praia am II. Internationalen Treffen der Kommunalpolitikerinnen „As Eleitas“ teil. Die Initiative widmet sich der Stärkung der weiblichen Beteiligung an der lokalen politischen Macht sowie der Förderung kommunaler Politiken mit Geschlechterperspektive.
Laut einer Mitteilung der Regierung wurde die Eröffnungssitzung der Veranstaltung, die am 12. und 13. März stattfindet, vom Staatssekretär für Finanzen Alcindo Mota geleitet. In seiner Rede hob er die Rolle der kommunalen Ebene bei der Festigung der Demokratie und der ausgewogenen territorialen Entwicklung hervor.
Der Regierungsvertreter betonte, dass nachhaltige Entwicklung eine stärkere Beteiligung von Frauen an politischen Entscheidungsprozessen erfordere.
„Es gibt keine nachhaltige Entwicklung ohne Gleichstellung der Geschlechter. Kap Verde hat in diesem Bereich wichtige Fortschritte erzielt, insbesondere durch die Verabschiedung des Paritätsgesetzes, das einen Meilenstein für eine ausgewogenere politische Repräsentation darstellt“, erklärte er.
Alcindo Mota fügte jedoch hinzu, dass Gesetze allein nicht ausreichen, um alle Herausforderungen im Zusammenhang mit der politischen Beteiligung von Frauen zu lösen.
„Wir wissen, dass Gesetze allein nicht genügen. Ebenso wichtig ist es, Unterstützungsnetzwerke, Räume für Austausch und Kooperationsmechanismen zu schaffen, die es Frauen ermöglichen, ihre Rolle im öffentlichen Leben vollständig wahrzunehmen“, betonte er.
Der Staatssekretär erklärte außerdem, dass Initiativen wie dieses Treffen dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden zu stärken und den Austausch von Erfahrungen zwischen Frauen zu fördern, die auf lokaler Ebene politische Verantwortung tragen.
Während der Eröffnungssitzung hob er auch die Bedeutung der Dezentralisierung für die territoriale Entwicklung und für die Stärkung der Demokratie hervor.
„Wenn Entscheidungen näher an die Bürgerinnen und Bürger gebracht werden, steigern wir die Effizienz des Staates, nutzen das wirtschaftliche Potenzial der Gemeinden besser und tragen dazu bei, die lokalen Wirtschaften zu dynamisieren und regionale Ungleichheiten zu verringern“, erklärte er.
Nach Angaben von Alcindo Mota hat die Regierung in den letzten Jahren den institutionellen Dialog mit der kommunalen Ebene intensiviert, indem sie die Kooperationsmechanismen zwischen Regierung und Gemeinden sowie die finanziellen Mittel für die Kommunen ausgebaut hat.
Gleichzeitig sprach er sich dafür aus, dass das Land in eine neue Phase der Dezentralisierung eintreten müsse, um eine noch ausgewogenere Entwicklung zwischen den verschiedenen Regionen zu fördern.
Der Staatssekretär betonte außerdem die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit für den Ausbau der institutionellen Kapazitäten der Gemeinden. In diesem Zusammenhang verwies er auf den Beitrag des Fondo Galego de Cooperación e Solidariedade sowie weiterer Partner, die Austauschinitiativen zwischen Kommunen verschiedener Länder unterstützen.
Das internationale Treffen wird von der Nationalen Vereinigung der kapverdischen Gemeinden in Partnerschaft mit dem Fondo Galego de Cooperación e Solidariedade organisiert und von der Xunta de Galicia sowie der Agencia Española de Cooperación Internacional para el Desarrollo unterstützt.
Unter dem Motto „Lokal gewählt – eine globale Stimme“ soll die Veranstaltung Herausforderungen und Chancen der weiblichen politischen Beteiligung auf kommunaler Ebene diskutieren – in einem Kontext, in dem die Repräsentation von Frauen in Entscheidungspositionen weiterhin begrenzt ist.
Während der zwei Veranstaltungstage sind Diskussionsrunden, Workshops und Austauschformate zu lokalen, geschlechtersensiblen öffentlichen Politiken geplant.
Zum Programm gehört außerdem die Vorstellung des Netzwerks der Kommunalpolitikerinnen Kap Verdes, eine Initiative, die einen dauerhaften Raum für Dialog, Zusammenarbeit und Weiterbildung für Frauen schaffen soll, die politische Funktionen in den Gemeinden des Landes ausüben.
Das Treffen soll mit der Verlesung und Unterzeichnung einer Abschlusserklärung durch die teilnehmenden Kommunalpolitikerinnen enden. Darin werden Empfehlungen formuliert, um die Beteiligung von Frauen an der kommunalen Regierungsführung zu stärken und inklusivere öffentliche Politiken zu fördern.
Quelle: Mais de 130 mulheres autarcas debatem liderança feminina e poder local na Cidade da Praia