Wasser- und Energiesektor weiterhin Spitzenreiter bei Verbraucherbeschwerden
Die Bereiche Wasser und Energie führen seit 2022 weiterhin die Liste der Verbraucherbeschwerden an. Das geht aus dem heute von der Verbraucherschutzorganisation ADECO veröffentlichten Ranking der meistbeanstandeten Unternehmen für das Jahr 2025 hervor. Insgesamt ist die Zahl der Beschwerden im Vergleich zum Vorjahr jedoch zurückgegangen.
Den veröffentlichten Daten zufolge wurden im Jahr 2025 insgesamt 24 Beschwerden registriert, die sich auf 15 Unternehmen aus verschiedenen Branchen beziehen. Trotz des Rückgangs im Vergleich zu 2024 betont die Organisation, dass strukturelle Probleme in grundlegenden Versorgungsleistungen weiterhin bestehen – insbesondere bei der Wasser- und Stromversorgung.
An der Spitze des Rankings stehen die Unternehmen EDEC und Khym Negoce mit jeweils drei Beschwerden.
Es folgen Águas de Santiago, Electra, S.A., Águas de Santo Antão, Loja Cleber Moreira und ALOU mit jeweils zwei Beschwerden.
Weitere betroffene Unternehmen sind ZAZA Investimentos, Cabo Verde Airlines, Agência Nacional de Viagens, Enacol, Lucas Digital und CV Interilhas. Sie decken unter anderem die Bereiche Transport, Treibstoffe, Handel und Dienstleistungen ab.
Was die Bearbeitung der Fälle betrifft, teilt ADECO mit, dass von den 24 eingegangenen Beschwerden 13 zugunsten der Verbraucher entschieden wurden, während sechs nicht in ihrem Sinne gelöst werden konnten. Fünf Fälle sind von den betroffenen Unternehmen bislang unbeantwortet geblieben, zwei wurden an Regulierungsbehörden weitergeleitet.
Trotz ihrer Platzierung im Ranking weisen Unternehmen wie EDEC, Electra, Khym Negoce, Águas de Santiago, Águas de Santo Antão und ALOU eine hohe Reaktionsbereitschaft und Kooperationsrate bei der Konfliktlösung auf.
Im Gegensatz dazu reagierte Enacol nicht auf die Benachrichtigungen von ADECO, was den Vermittlungsprozess erschwerte.
Zu den häufigsten Beschwerdegründen zählen fehlerhafte Abrechnungen, Unterbrechungen in der Wasser- und Stromversorgung, mangelhafte Produkte, die Nichteinhaltung von Garantieleistungen, verweigerte Rückerstattungen, unrechtmäßige Dienstunterbrechungen sowie allgemein unzureichende Serviceleistungen.
ADECO weist darauf hin, dass die Organisation selbst keine Sanktionsbefugnis besitzt und auf das Eingreifen der Regulierungsbehörden angewiesen ist, um die Einhaltung des Verbraucherschutzgesetzes sicherzustellen. Vor diesem Hintergrund fordert sie eine effektivere Aufsicht sowie einen stärkeren Schutz der Verbraucherrechte.
Parallel dazu beantwortete das juristische Team von ADECO im Jahr 2025 insgesamt 35 Anfragen zu rechtlicher Beratung und Aufklärung.
Quelle: Serviços de água e energia continuam a liderar queixas dos consumidores